Appell an Verteidigungs- minister Jung:

Stoppen Sie das Bombodrom!

3.7.2009: "In Brandenburg will die Bundeswehr den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen - das Bombodrom. Geübt werden soll der Abwurf ungelenkter Bomben, deren Einsatz im Kriegsfall zahlreiche Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung fordert.

Ende März hat das Oberverwaltungsgericht die Betriebserlaubnis für das Bombodrom verworfen. Am 13. Juli läuft die Einspruchsfrist gegen das Urteil aus. Verlangen Sie von Jung das Urteil zu respektieren und die Pläne für das Bombodrom aufzugeben!"


Der Friedenskreis Castrop-Rauxel unterstützt den folgenden Appell von Campact, der hier unterzeichnet werden kann.

Sehr geehrter Herr Verteidigungsminister Jung,

in der Kyritz-Ruppiner Heide will die Bundeswehr den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen – das Bombodrom. Geübt werden soll der integrierte Boden- und Luftkrieg und vor allem der Abwurf ungelenkter Bomben, deren Einsatz im Kriegsfall zahlreiche Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung fordert.

Unter dem Bombodrom hätten auch die Menschen in der Region zu leiden. Die einzige ökonomische Perspektive der Region – die Entwicklung des Fremdenverkehrs – stünde vor dem Aus.

Ende März 2009 hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg erneut eine Betriebserlaubnis für das Bombodrom abgelehnt – so wie mehrere Gerichte zuvor. Öffentliche und private Belange seien nicht ausreichend ermittelt und gegeneinander abgewogen worden. Der Planungsprozess müsste somit neu beginnen.

Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, für einen Kurswechsel: Sorgen Sie in der Regierung dafür, dass die Pläne für das Bombodrom endlich zu den Akten gelegt werden! Diplomatie und aktive Konfliktvermeidung müssen in der deutschen Außenpolitik absoluten Vorrang genießen.
03.07.2009