Auch in diesem Jahr wieder dabei

Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beim Ostermarsch 2009
14.4.2009: Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beteiligte sich auch in diesem Jahr wieder am Ostermarsch Ruhr. Auf der Fahrrad-Etappe von Essen nach Bochum bei schönstem Sonnenschein machte der Ostermarsch viel Spass und auf der Kundgebung in Herne wurde der Friedenskreis Castrop-Rauxel sogar namentlich begrüßt.

Neben dem Ostermarsch Ruhr fanden über 70 weitere lokale Ostermärsche statt, so dass die Organisatoren rückblickend eine positive Bilanz ziehen konnten. Mehrere zehntausend Menschen waren auch in diesem Jahr wieder unterwegs, die größte Aktion mit etwa 10.000 Personen bildete auch in diesem Jahr der Protest gegen die geplante Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurfplatz der Bundwehr.

Die beherrschenden Themen aller Ostermärsche waren aber die NATO, der Krieg in Afghanistan und die Atomwaffen. Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt war schon die Hauptlosung des ersten Ostermarsches vor 49 Jahren. Dass diese Forderung immer noch nicht verwirklicht ist, läßt uns genauer hinsehen. Nicht an den Worten, an den Taten werden wir auch einen US-Präsidenten messen, der diese Vision vollmundig als die seine ausgibt. Der Abzug der restlichen Atomwaffen von deutschem Gebiet wäre da ein guter Anfang, der ausdrückliche Verzicht der USA wie der NATO auf einen atomaren Erstschlag ein politisches Signal für die Ernsthaftigkeit dieser Vision. Leider verzichtete Obama auf diese Verzichtserklärung.
Auch die kurzfristigen Vorhaben im Afghanistankrieg sind nicht von friedenswillen, sondern von einer zunehmenden Militarisierung gekennzeichnet. 21.000 zusätzliche US-Soldaten werden an den Hindukusch entstandt und von den 83 Mrd. US-Dollar, die Obama in einem Nachtragshaushalt für das laufende Jahr vom Kongress verlangt, fließen 75 Mrd. in die Erhöhung der militärischen Schlagkraft. Die Friedensbewegung forderte von der Bundesregierung, diese Politik nicht länger zu unterstützen und die Bundeswehr aus Afghanistan zurückzuziehen. Dieses Land soll nicht nicht länger zum Opfer einer Nagelprobe der NATO gemacht werden, die hier exemplarisch die Fähigkeit zu globaler Kriegsführung für letztlich wirtschaftliche Interessen unter Beweis stellen will. Die Friedensbewegung machte auf zahlreichen Veranstaltungen deutlich, dass ihre Kritik an dieser Politik durch die Polizeiketten in Kehl und die Ereignisse in Straßburg nicht aufgehalten werden können.

weitere Stimmen zum Ostermarsch:

14.04.2009