Sie reden von ″Sicherheit″

Wir nennen es Krieg, Folter und Terror

25.1.2008: Vordergründig trägt die Münchener Sicherheitskonferenz ihren Namen zurecht: Verschanzt hinter Absperrgittern, Wasserwerfern und einer gigantischen Polizeimacht findet dieses Treffen der außenpolitischen und militärischen Eliten auch in diesem Jahr wieder statt vom 08. bis 10. Februar. Rund 40 Minister und drei Staatspräsidenten werden erwartet, da darf der US-Verteidigungsminister Bob Gates natürlich nicht fehlen, um den aggressiven Kurs in der Aussenpolitik fortzusetzen. Was dabei unter dem Label "Sicherheit" firmiert, ist in der Realität letztendlich Krieg, Folter und Terror. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel informierte deshalb am 25.1.2008 mit einem Flugblatt in der Fußgängerzone.
Nachdem 2007 in München der NATO-Einsatz in Afghanistan zur "Nagelprobe" für die künftige Entwicklung der Allianz erklärt wurde, wurden die Kampfeinsätze dort massiv verstärkt. Ab Sommer 2008 soll nun auch die Bundeswehr neben den KSK-Truppen mit einer schnellen Eingreiftruppe im Norden direkt in die Kanpfhandlungen eingreifen. Wir stellen fest, dass die NATO-Staaten dadurch selbst die Hauptverantwortung für die "Unordnung" tragen, die von der Konferenz zum Anlass genommen werden, über neue Strategien eines internationalen Ordnungssystems nachzudenken.

"Eine Welt in Unordnung -- Veränderte Machtverhältnisse, fehlende Strategien?" heisst das Motto der Konferenz, auf der im Expertenkreis abgeklopft werden soll, wie die Rolle der NATO und ihre Haltung zu Rußland weiter gestaltet werden kann. NATO-Generalsekretär Hoop Scheffer verlangt von den Bündnispartnern Truppenverstärkung in Afghanistan, die US-Regierung Unterstützung der Kriegsdrohungen gegen den Iran, die Türkei soll offensichtlich bei der Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens eine Schlüsselposition einnehmen und stärker in die NATO-Kriegsstrategie eingebunden werden.

Ausgerechnet von diesem Kries wird auch in diesem Jahr wieder eine "Friedensplakette" verliehen. Wen wundert's da, dass sie ausgerechnet an einen kanadischen Soldaten in Afghanistan verliehen wird, stellvertretend für alle Soldaten, die im Rahmen der NATO international sogenannten "Friedensdienst" leisten. Wir unterstützen deshalb den Aufruf des Münchner Friedensbündnis - c/o Friedensbüro e.V: "Sie reden von "Sicherheit" Wir nennen es Krieg, Folter und Terror".

hier geht es zum Flugblatt
25.01.2008