Warnungen der Friedensbewegung bestätigt:

Afghanistan: Bundeswehr Im Kampfeinsatz jenseits ihres Mandates

12.11.2007: Tornados lieferten Bilder für Angriffe unter deutschem Oberkommando im italienischen Sektor, die von der Afghanische Nationalarmee (ANA) unter Führung ihrer deutschen Ausbilder durchgeführt wurden. Beteiligt waren auch deutsche Nachschubkräfte und Sanitäter.
In den afghanischen Provinzen Farjad und Badghis, die zur italienischen Besatzungszone gehören, ist es zu größeren Kampfhandlungen gekommen, an denen die Bundeswehr maßgeblich beteiligt war, obwohl sie dafür kein Mandat hatte:

  • Tornados lieferten mit ihren Bildern die Grundlage für die Angriffe

  • Die Kämpfe standen unter dem Oberkommando von General Dieter Warnecke, eigentlich Oberkommandeur der deutschen Besatzungszone im benachbarten Nordsektor

  • Beteiligt waren 200 norwegische Soldaten von der "Schnellen Eingreiftruppe Mazar-i-Sharif", ebenfalls unter deutschem Oberkommando

  • Die Bundeswehr stellte außerdem Sanitäter und Nachschubkräfte


Die Befürchtungen der Friedensbewegung, dass ISAF längst kein Friedenseinsatz mehr ist, werden damit bestätigt. In der Praxis werden die einschränkenden Bestimmungen der Bundestagsmandate immer wieder überschritten. Nur ein vollständiger Rückzug der Bundeswehr kann dies verhindern.
12.11.2007