Als Resolution verabschiedet:

Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan!

Ablehnend steht eine Vielzahl von Besuchern des diesjährigen evangelischen Kirchentages einer Verlängerung des Bundeswehr-Mandats für Afghanistan gegenüber. Unter eine Kirchentagsresolution sammelte die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen 3239 Unterschriften, so dass die Forderung als Resolution des Kirchentages anerkannt wurde.
Mit einer Ausstellung "Schritte zur Abrüstung - Gewaltfrei handeln" und einer hölzernen Zielpyramide erweckte die Organisation viel Aufmerksamkeit. Mit der Zielpyramide verwies die Friedensgesellschaft auf den Tornadoeinsatz der Bundeswehr: "Noch bombardieren Tornados nur Zielpyramiden." "Viele Kirchentagsbesucher teilen mit uns die Sorge, dass der Krieg in Afghanistan weiter eskaliert und auch die Bundeswehr noch mehr in die aktiven Kämpfe eingreift", sagt Tommy Rödl vom bundesweiten Kampagnenrat der DFG-VK. Die Friedensgesellschaft fordert das Aufgreifen verschiedener Vorschläge, regionale Verhandlungsrunden mit den unterschiedlichen Gruppen in Afghanistan zu initiieren, um so tragfähige zivile Lösungen für das Land zu entwickeln. "Militär kann keine Perspektiven für ein Land aufzeigen. Das zeigt das Beispiel Afghanistan immer deutlicher" meint Joachim Schramm vom nordrhein-westfälischen Landesverband der DFG-VK.

Der Erfolg auf dem Kirchentag gibt der Organisation Schwung für die Weiterführung ihrer Aktivitäten mit dem Ziel, bis zum Herbst eine breite Unterstützung für eine Petition an den Bundestag zur Beendigung des Afghanistan-Mandats zu erreichen.

Text der Resolution:

Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan!
Ich appelliere an die Abgeordneten des deutschen Bundestages:
Sagen sie Nein zu einer Verlängerung des Mandates der Bundeswehr für einen Krieg in Afghanistan im Herbst 2007. Unterstützen Sie vielmehr Verhandlungen zwischen allen Kriegsparteien. Respektieren Sie das Friedensgebot und das Verbot eines Angriffskrieges im Grundgesetz!

hier kann man die gleichlautende Petition an den Bundestag on-line unterstützen
30.07.2007