Informationen zum Kongo

Krieg ist noch immer die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Das bestätigt aktuell ein Blick in das vorläufige "Weißbuch zur Sicherheit Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr". Dort heißt es z.B.:

"Die Vertiefung und Entwicklung guter Beziehungen zu strategischen Schlüsselstaaten () sind wichtige Handlungsfelder deutscher Sicherheitspolitik. Hierbei gilt es wegen der Export- und Rohstoffabhängigkeit Deutschlands, sich insbesondere den Regionen, in denen kritische Rohstoffe und Energieträger gefördert werden zuzuwenden." (S.8)

Was nun, wenn die Beziehungen zu den strategischen Schlüsselstaaten sich nicht so gut für das rohstoffabhängige Deutschland entwickeln?

"Deutschland setzt sich als Ausdruck nationalen Selbstbehauptungswillens und staatlicher Souveränität zur Wahrung seiner Sicherheit das gesamte Spektrum nationaler Handlungsinstrumente ein. Dazu gehören auch militärische Mittel." (S.9)

Aktuell befinden sich 750 Bundeswehrsoldaten im Kongo. Sie sollen die grösste derzeitige UN-Misssion MONUC unterstützen. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel möchte deshalb auf den folgenden Seiten am Beispiel Kongo noch einmal genauer der Frage nachgehen, was ein Land für fremde Großmächte so interessant macht.

Wir wollten wissen, welche Interessen dort bereits mit zivilen, finanziellen und ideellen Mitteln durchgesetzt werden sollen. Es sind dieselben, die zum Einsatz von militärischen Mitteln führen, wenn sie anders nicht durchgesetzt werden können. Und sie sind nicht neu. - Die folgenden Themen werden im Laufe der Zeit ergänzt werden:
27.07.2006