Die öffentliche Meinung kippt

"Wir sind keine Randgruppe mehr. Wir sind das Mainstream-Amerika."

7.5.2006: Zu dieser Ansicht kam Cindy Sheehan, als mehr als 350.000 Menschen am 29.4. gegen die Kriegspolitik von US-Präsident George W. Bush protestierten und den sofortigen Abzug der Besatzungstruppen aus dem Irak forderten.Ein breites Bündnis von Irak-Kriegsveteranen, Bürgerrechtlern, Gewerkschaften, Angehörigen von Soldaten und Umweltschützern hatte zu dieser Demonstration aufgerufen.
Zunächst ging es um den Rückzug der Truppen aus dem Irak. "Wir sind heute hier, weil der Krieg unrechtmäßig, unmoralisch und unethisch ist", erklärte der Geistliche und Bürgerrechtler Al Sharpton. Leslie Cagan vom Antikriegsbündnis "United for Peace and Justice" forderte darüberhinaus, auch die Angriffe auf die Bürgerrechte im eigenen Land zu beenden.
"Wir wurden belogen, als es um Massenvernichtungsmittel im Irak ging, und sie werden uns wieder belügen, um uns einen Krieg im Iran zu bringen." war die generelle Meinung. Deshalb war die Mobilisierung gegen einen Krieg im Iran die zweite grosse Forderung, die mit dem Auftrieb durch diese Demonstration jetzt in der amerikanischen Friedensbewegung noch stärker aufgegriffen werden soll.

Da unsere Medien schon vollauf damit beschäftigt waren, die 73 Ostermärsche in Deutschland als Insider-Veranstaltungen darzustellen, haben sie vom anderen Amerika gleich gar nichts berichtet. Wir haben deshalb unsere Informationen und die Photos in der Galerie direkt von der Internetseite von "United for Peace and Justice".



07.05.2006