Mayors for Peace:

Bürgermeister Beisenherz unterstützt
weltweite Initiative


23.7.2005 Am 19. Juli 2005 war der Friedenskreis Castrop-Rauxel zu Gast im Rathaus bei Bürgermeister Johannes Beisenherz. Wir trugen ihm unsere Bitte vor, im 60. Jahr nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki der Konferenz der Bürgermeister für den Frieden ("Mayors for Peace" ) beizutreten.

In unserem Gespräch über die zunehmenden Gefahren einer erneuten atomaren Aufrüstung zeigte sich Bürgermeister Beisenherz sehr besorgt über diese Entwicklung. Er versprach, im Rahmen seiner Möglichkeiten für eine Abwendung der nuklearen Gefahr aktiv zu werden. Ein erster Schritt war sein Beitritt zur weltweiten Initiative der Bürgermeister, den er mit seiner Unterschrift bekräftigte.
Die Initiative Bürgermeister für den Frieden wurde 1982 in New York auf der 2. UN-Generalversammlung zur Abrüstung durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Hiroshima, Takeshi Araki, gegründet. Angesichts des Schicksals seiner Stadt und der immer noch spürbaren Spätfolgen für deren Bewohner rief Takeshi Araki die Bürgermeister aller Städte der Welt auf, sich grenzüberschreitend zusammenzuschließen, um für die vollständige Abschaffung aller Atomwaffen einzutreten.

Dreizehn Jahre später, im Mai 2005, gehörten schon 1.036 Bürgermeister aus 112 Ländern der weltweiten Initiative an. Deren Arbeit ist längst nicht beendet. Denn ebenfalls im Mai 2005 fand in New York die 7. Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags statt, an der auch sieben Bürgermeister aus Deutschland teilnahmen, darunter Herbert Schmalstieg aus Hannover als Vizepräsident der Mayors for Peace.

Als das Scheitern der Konferenz offensichtlich wurde, war es der heutige Bürgermeister von Hiroshima, Tadatoshi Akiba, der angesichts dieser schlechten Zeichen auch seine deutschen Kollegen zur verstärkten Zusammenarbeit aufforderte. Das Ziel: Bis zum Jahr 2020 alle Atomwaffen zu vernichten und endlich "ein Jahrhundert des Friedens und der Menschlichkeit zu schaffen", wie es schon im Atomwaffensperrvertrag heißt.

Im Juli dieses Jahres waren es weitere 259 Städte, die sich der Initiative angeschlossen haben. Wir freuen uns, dass nun auch Castrop-Rauxel dieser Initiative beigetreten ist und Bürgermeister Beisenherz unser gemeinsames Anliegen mit der Kraft seines politischen Amtes unterstützt.

Wir werden vom Friedenskreis Castrop-Rauxel den 60. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima und Nagasaki zum Anlass nehmen, und am 6. August in der Castroper Altstadt an dieses Ereignis erinnern und auf die wachsende Gefahren einer zunehmenden Verharmlosung der Atomwaffen aufmerksam machen.

Wer sich näher über die weltweite Initiative informieren will, kann das im Internet unter www.atomwaffenfrei.de. Dort gibt es auch eine aktuelle Liste der Mitgliedsstädte.
23.07.2005