Hiroshima und Nagasaki - vor 50 Jahren

Mahnung, Gedenken und Aufforderung zu Aktion

Auf der ganzen Welt wird Anfang August der Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht. Die Wiener Friedensbewegung hat alle Friedensgruppen aufgerufen, die Aktion in Wien am 6. August durch eine Grußbotschaft zu unterstützen (unten abgedruckt). Aber natürlich geht es nicht nur um den Austausch von Papieren. Wir werden mit einer eigenen Aktion in Castrop an den Abwurf der Atombomben erinnern. Denn die Gefahren atomarer Waffen sind nach dem Ende des "kalten Krieges" keineswegs gesunken. Im Gegenteil: Die Lehren aus dem 6. und 9. August 1945 haben traurige Aktualität.

Trotz des weltweiten Widerstands von Millionen Menschen im Jahre 2003 wurde und wird Krieg geführt. Die Menschen leiden unter den Folgen. Die Entwicklung neuer und vor allem "einsetzbarer" Atomwaffen geht weiter. Dazu gehören die sogenannten Mini Nukes , die ganz oben auf der Wunschliste der US-Militärs stehen. aber auch neue atomare Waffen. Atomwaffen der "neuen" Atommächte wie zum Beispiel Indien und Pakistan gefährden die Welt genauso wie die riesigen Arsenale der bekannten "alten" und der "nicht deklarierten". Es zeigt sich deutlich, dass es zur Abschaffung aller Atomwaffen keine vernünftige Alternative gibt.

Es ist enttäuschend, dass die im Mai d. J. beendete Überprüfungskonferenz des Nichweiterverbreitungsvertrages von Atomwaffen ergebnislos beendet wurde. Die Warnung von Expertinnen und Experten, die Gefahr eines Atomkrieges sei noch nie so groß gewesen, bedeutet, dass unser Engagement für eine Welt ohne Atomwaffen und ohne Krieg notwendiger denn je ist. Deshalb sind der 6. und der 9. August nicht nur Gedenktage, sondern vor allem Aufforderung zur Aktion.

Unser Grißschreiben an die Wiener Friedensaktivistinnern:

Liebe Friedensaktivistinnen in Wien und ganz Österreich,

Der Friedenskreis Castrop-Rauxel (ja, diese Stadt gibt es wirklich, sie liegt bei Dortmund) grüßt alle, die am 6.8.2005 wieder aktiv werden gegen die atomare Bedrohung, die nach dem ergebnislosen Ende der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages in diesem Jahr wieder größer geworden ist.

Einer, der es wirklich wissen muss, der ehemalige US-Verteidigungsminister, Robert McNamara findet heute die mahnende Worte: »Wenn wir es endlich wagen, aus den Denkschemata auszubrechen, die die Nuklearstrategie der Atommächte seit vier Jahrzehnten bestimmen, kann es meiner Ansicht nach gelingen, den Geist in die Flasche zurückzuverbannen. Tun wir es nicht, besteht die immense Gefahr, dass das 21. Jahrhundert eine atomare Tragödie erleben wird.« Deshalb setzen wir uns zur Zeit dafür ein, dass auch unser Bürgermeister dem Kreis der "Bürgermeister für den Frieden" beitritt, um daran mitzuarbeiten, bis zum Jahre 2020 alle Atomwaffen zu vernichten.

Wir wünschen Euch für Eure Veranstaltung große Resonanz !

Mit solidarischen Friedensgrüssen

Jördis Land

Für den Friedenskreis Castrop-Rauxel

12.07.2005