Ostermarsch 2003: Irak und Euro-Armee
Große Abschlußkundgebung in Dortmund
Am Ostermontag begann nach der Auftaktkundgebung in Bochum-Werne um 11 Uhr die letzte Etappe des Ostermarsches 2003. Diesmal traditionell zu Fuß. Etwa 300 Teilnehmer gingen an den Start. Aber ihre Zahl wuchs mit jedem Kilometer, weil sich viele Teilnehmer unterwegs in den Zug einreihten.

Am Ende im Dortmunder Depot nach waren es noch mehr als 1500 Teilnehmer, die gemeinsam ein mehrstündiges Friedensfest feierten. Die Berichte in der Presse waren spärlich: Man geht wieder zur Tagesordnung über.
Die Reden auf den Zwischenkundgebungen in DO-Marten und DO-Dorstfeld richteten sich natürlich gegen die Gefahren der amerikanischen Politik und warnten vor einer Fortsetzung des Krieges mit neuem Gegner. Aber zunehmend richtet sich die Kritik auch gegen eine Bundesregierung, die mit der Forderung nach einer europäischen Armee einen verhängnisvollen Weg einschlägt, der die Beziehungen der EU zu den nicht-europäischen Staaten militarisieren wird.

Der Ostermarsch ist nicht nur Ausdruck des Protestes, sondern auch großes Diskussionsforum. Verschiedene Initiativen aus dem Ruhrgebiet, Gewerkschaften, Parteien, freie Bewegungen und kirchliche Gruppen hatten Gelegenheit, die Gemeinsamkeiten zu erleben. Es wurde aber auch klar, daß sich die Friedensbewegung selbst fortentwickeln und stärker vernetzen muß, da sie derzeit (leider) die einzige ernstzunehmende Opposition gegen Militarisierung und Kriegspolitik darstellt.
23.04.2003