Energische Rüstung:
Energiepolitik ist Teil der globalen Politik
Die USA verbrauchen 32 Prozent des weltweit produzierten Erdöls, fördern selbst aber nur 17 Prozent. Sie brauchen deshalb andere Quellen. Das ist eine der großen Triebfedern des Irak Krieges. Anders gesagt: Deshalb wurde der Irak als erstes Opfer ausgewählt.
Denn der Irak besitzt gesicherte Ölvorkommen von gut 100 Mrd. Barrel Öl. Das irakische Öl ist qualitativ hochwertig. Der daraus erzielbare Gewinn (Verkaufspreis minus Förderkosten) beträgt nach heutigem Wert ca. 16.000 Milliarden US $, und er wird bei knapper werdenden Vorräten sicher weiter steigen. Das geschätzte Gesamtvolumen des irakischen Öls beträgt rund 288 Mrd. Barrel

Der Krieg gegen den Irak entspricht zugleich der Logik der US-Wirtschaftspolitik, deren grundsätzliche Ausrichtung Thomas Friedman beschrieb, ehemals Berater von Ex-US-Außenministerin Madeleine Albright und heute Kolumnist der »New York Times«. Er stellte klar, dass für eine funktionierende Globalisierung die USA als unüberwindliche Macht handeln müssten. "Die unsichtbare Hand des Marktes braucht die sichtbare Faust der amerikanischen Streitkräfte." Diese "Faust der Globalisierung" ist im Irak am Werk.
Man muß es sich immer wieder in Erinnerung rufen: Die USA geben in 2003 mindestens 435 Milliarden Dollar für Rüstung und Krieg aus, das sind 13 Prozent mehr als 2002. Zum Vergleich: Der Rüstungshaushalt der weltweit zweitgrößten Militärmacht, China, beträgt 42 Milliarden Dollar, nicht einmal ein Zehntel der amerikanischen Ausgaben.
21.03.2003