Als Friedensfahrer unterwegs...
Die Zweite Etappe des Ostermarsches am Sonntag von Essen nach Bochum
Am Ostersonntag wurde die zweite Etappe des Ostermarsches als Fahrradcorso veranstaltet. Vom Willy-Brandt-Platz in Essen führte der Weg über Gelsenkirchen, Wattenscheid und Herne nach Bochum-Langendreer. Rund 40 Kilometer bei strahlendem Sonnenschein. Trotz des ernsten Hintergrundes: Gerade Friedensaktionen sollen Freude bereiten.

Auch Mitglieder des Friedenskreises Castrop-Rauxel machten sich auf den Weg. Vom Treffpunkt Rauxel ging es um 9 Uhr mit der S-Bahn nach Essen. Direkt am Hauptbahnhof war der Start. Mit Lufballons, Fähnchen und selbstgemalten Schildern wurden die Fahrräder politisch aufgemöbelt. Pünktlich ging es dann in Richtung Gelsenkirchen los, wo die erste Zwischenkundgebung stattfand. An allen Kundgebungsplätzen wurden die Radler von lokalen Initiativen und anderen Teilnehmern begrüßt. In kurzen Statements erneuerten Vertreter verchiedener Organisationen ihre Ablehnung der US-Kriegspolitik.
Was in Essen mit rund 150 Teilnehmern begann, wuchs unterwegs deutlich an. Viele nutzten das schöne Wetter, um wenigstens einen Teil der Strecke mitzuradeln. Als der Zug in Wattenscheid eintraf, waren es rund 300 Teilnehmer. In Herne kamen viele neue Teilnehmer dazu. Andere, auch die meisten aus Castrop-Rauxel, nutzten die Heimatnähe und verabschiedeten sich. Aber das ist ja auch der Sinn: Möglichst vielen Menschen Gelegenheit zu geben, am Ostermarsch teilzunehmen. Sportliche Höchstleistungen sind wirklich nicht gefordert. Am Zielort des Tages, im Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer, trafen am Nachmittag rund 300 mäßig erschöpfte Radler mit frischer Sonnenbräune ein. Das gibt Kraft für kommende Auseinandersetzungen.
20.04.2003