Aufruf zumOstermarsch 2004

Gegen die weitere Militarisierung der EU

Der Ostermarsch 2004 setzt eine gute Tradition der Friedensbewegung im Ruhrgebiet fort. Und Gründe für den Protest gibt es genug: Die immer schneller und hektischer betriebene Militarisierung der EU mit den schon jetzt spürbaren sozialen Folgen bedroht nicht nur den Sozialstaat und die ursprünglichen Ideen eines vereinten Europa. Diese aggressive Politik wird die EU in militärische Abenteuer stürzen, für deren Kosten und Folgen wir bezahlen sollen.

Mit dem Angriffskrieg gegen den Irak haben die USA und Großbritannien ganz unverhüllt das Prinzip "Besetzen und besitzen" in die Tat umgesetzt. Nun schafft die EU-Außenpolitik die nötigen Voraussetzungen, um dasselbe Prinzip nachzuäffen. Auch für die "europäischen Wirtschaftsinteressen" sollen in Zukunft mobile Kampftruppen von (zunächst) 60.000 Soldaten den Weg bereiten und die "Wirtschaftstätigkeit" in den Randländern der EU, in Afrika, im Nahen Osten und Vorderasien absichern. Ganz nach Kolonialherrenart, allerdings mit den modernsten, effektivsten (und teuersten) Waffensystemen, die es für unser Geld zu kaufen gibt.

Der zentrale Aufruf zum Ostermarsch 2004 macht die Richtung unseres Protestes klar: "Ja zu einem sozialen Europa – Nein zur EU-Militärverfassung! Abrüstung statt Sozialkahlschlag!" Bleibt nur zu wünschen, daß wie im Vorjahr wieder zahlreiche Menschen aus Castrop-Rauxel dem Aufruf folgen. Vorschlag für Fußkranke: Die Fahrradetappe am Ostersonntag von Essen nach Bochum, die gegen 14.30 Uhr in Herne an der Friedenskirche Station macht. Castrop-Herne-Langendreer und zurück ist ein prima Osterausflug.

Hier finden Sie genauere Angaben zu den einzelnen Etappen für Ostersamstag, Ostersonntag und Ostermontag.
09.03.2004