Aktion des Friedenskreises

Kriegsspielzeug und Weihnachtsfrieden?

30.11.2003 Pünktlich zum ersten Advent und zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes war auch der Friedenskreis wieder in der Fußgängerzone aktiv. Für uns in Deutschland ist es selbstverständlich, daß die Weihnachtszeit besonders für die Kinder eine schöne Zeit sein soll und daß wir jetzt auch über die passenden Weihnachtsgeschenke nachdenken.

Wir wollten mit unserem Flugblatt daran erinnern, dass dies nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist. In den 40 Staaten, in denen gegenwärtig Krieg geführt wird, sind die Kinder hilflose Opfer einer Politik, die Konflikte durch Gewalt lösen will. Erst jetzt hat ein Bericht der internationalen Ärztevereinigung IPPNW das ganze schreckliche Ausmaß der Kriegsfolgen gerade für die Kindes im Irak dokumentiert.

Dennoch wird in der Politik die militärische Lösung von Problemen immer selbstverständlicher. Auch unseren Kindern soll diese Einstellung durch ein wachsendes Angebot von Kriegsspielzeug, insbesondere in Form von Computerspielen, suggeriert werden. Wir riefen deshalb mit unserer Aktion zu einem Boykott von Kriegsspielzeug auf.

Auch wer sowieso nie Kriegsspielzeug gekauft hat, sollte sich einmal die Frage stellen, warum der Eurofighter, der uns bald schon weit mehr als 16 Milliarden Euro kosten wird, bereits heute von den Kids als Miniaturkampf-Flugzeug mit "hoher Erfolgsquote in der Mehrfachzielbekämpfung" nachgebaut werden soll. Auf welche Ziele soll da eingestellt werden?

30.11.2003