Alle ihre Feinde...
Während sich die US-Diplomaten bemühen, so etwa wie Siegesstimmung in die westliche Welt zu tragen, arbeiten die Männer um Bush weiter an ihren weitreichenden Plänen. Der WAZ-Korrespondent Markus Günther am 16.4.2003:

"In Washington legte unterdessen James Woolsey, der frühere CIA-Direktor, der für einen Führungsposten in der irakischen Übergangsregierung vorgesehen ist und mit seiner Rhetorik von einem "vierten Weltkrieg" für Aufsehen gesorgt hat, noch einmal nach. Im "Wall Street Journal" wiederholte er seinen Aufruf zu einem globalen Krieg, mit dem die gesamte arabische Welt demokratisiert und der islamische Fundamentalismus bekämpft werden soll.

Anders als Powell hat Woolsey auch eine "Liste" mit Ländern parat, die als nächstes ins Visier genommen werden sollten: "Unsere bedeutendsten totalitären Feinde sind Syrien, Libyen und der Sudan", schrieb Woolsey. Nicht in jedem Fall müsse das eine militärische Konfrontation bedeuten, auch politischer Druck und Wirtschaftssanktionen seien mögliche Handlungsinstrumente: "Wir müssen verstehen, dass im vierten Weltkrieg unterschiedliche Feinde unterschiedliche Taktiken nötig machen."

Müssen wir das wirklich verstehen? Wir verstehen nur eines: Der Irrwitz hat Methode.
16.04.2003