Ende der Besatzung - Souveränität für Irak

Die Forderung nach einem Abzug der Besatzungstruppen aus dem Irak wird immer drängender. Der gegenwärtige Versuch der politisch gescheiterten Bush-Regierung, die Verantwortung für die verhängnisvolle Entwicklung im Irak anderen Staaten aufzubürden (denen dafür ein Anteil am Irak-Geschäft in Aussicht gestellt wird) und das schießende Personal im Irak durch Verstärkung der NATO Präsenz weiter zu erhöhen, wird die Lage nur verschärfen.

Alleinige Ursache der Probleme ist der Angriffskrieg gegen den Irak und der Versuch, den Irak politisch und ökonomisch den imperialen Interessen der USA zu unterwerfen. In dieser Situation hat sich der Bundesausschuß Friedensratschlag in Kassel mit einer Presseerklärung an die Friedengruppen und an die weitere Öffentlichkeit gewandt. Die darin entwickelten Forderungen stimmen mit unseren eigenen Forderungen praktisch überein, die wir vor einigen Tagen hier veröffentlichten. Jetzt kommt es darauf an, diese Forderungen nach

  1. sofortigem Rückzug der Truppen der Kriegskoalition,

  2. nach Übergabe der Regierungsgewalt an die irakische Übergangsregierung mit Vorbereitung allgemeiner Wahlen bei alleiniger Unterstützung durch die UNO,

  3. nach Reparationszahlungen der Staaten der Kriegskoalition
in die Öffentlichkeit zu tragen.Die Mehrheit in fast allen Ländern (bald auch in den USA und Großbritannien) ist längst davon überzeugt, dass der Krieg gegen den Irak zur Durchsetzung ökonomischer und politische Machinteressen propgandistisch "herbeigelogen" wurde. Je länger die Besatzung des Irak anhält, desto größer wird der angerichtete Schaden: moralisch, materiell und politisch.
10.09.2003