Napalmbomben:

Mit Bundeswehrhilfe zum Einsatz?

Der von "eingebetteten Journalisten" bereits im März geäußerte Verdacht, dass die US-Army auch modernisierte Napalmbomben, sogenannte Mark-77 Bomben, im Irak-Krieg einsetzt, wurde längst bestätigt. Wir haben darüber berichtet. Obwohl diese Waffen nach allen internationalen Abkommen geächtet sind, gelten sie den amerikanischen Militärs als normale Waffen- und das gilt offenbar auch für die Bundeswehrführung. Denn es gibt Verdachtsmomente, dass die Bundeswehr logistische und militärische Hilfe für den Transport der geächteten Waffen geleistet hat.

Zu diesem Ergebnis kommt Silke Reinecke von der Informationsstelle Militarisierung IMI e.V., die einige Indizien zusammenträgt. So hat offenbar das Kriegsschiff Mecklenburg-Vorpommern den amerikanischen Waffentransporten Richtung Irak Geleitschutz gegeben. Auf der Homepage des ARD-Weltspiegels hieß es dazu: Die Kriegsschiffe des internationalen Verbandes im Seegebiet vor dem Horn von Afrika werden in den letzten Wochen (vor dem Irak-Krieg) immer mehr für solche Geleite eingesetzt. Die Grenzen zwischen dem Anti-Terroreinsatz und dem Aufmarsch gegen den Irak sind jedenfalls in der Vorbereitungsphase fließender geworden.″ Zu Recht fordert das IMI Aufklärung über die Rolle der Bundeswehreinheiten am Horn von Afrika.
08.09.2003