"Krieg gegen Terror" bringt weitere Aufrüstung
Militärausgaben und Waffenhandel angeheizt

Durch den von den USA erklärten weltweiten "Krieg gegen den Terror" sind die Rüstungsausgaben weltweit deutlich angestiegen. Das Stockholm International Peace Research Institute SIPRI teilt mit, dass die Militärhaushalte im vergangenen Jahr um durchschnittlich sechs Prozent auf insgesamt 794 Milliarden US-Dollar (674 Milliarden Euro) gestiegen sind.

Dabei haben die USA nicht nur den mit abstand höchsten Militärhaushalt in der Geschichte der Menschheit. Sie haben auch die größten Steigerungsraten; drei Viertel des Gesamtanstiegs ergeben sich aus den steigenden Militärausgaben der USA, die inzwischen einen gigantischen 43 Prozent-Anteil an den weltweiten Ausgaben für Militär und Rüstung haben. (Kosten des Irak-Krieges noch nicht eingerechnet.) Im SIPRI-Bericht heißt es: "Die Beschleunigung beim Anstieg der Militärausgaben ist fast ausschließlich dem gewaltigen Zuwachs des Rüstungshaushalts unter der Regierung Bush zuzuschreiben." Die militärische Dominanz der USA ergibt auch aus den vier mal so hohen Ausgaben für militärische Forschung und Entwicklung (gemessen an Europa), worin auch Forschungen in "verbotenen" Bereichen für B- und C-Waffen enthalten sind.
Diese Zunahme der Militärausgaben schlägt sich auch im wachsenden Waffenhandel nieder. Auch hier eine überdeutliche Dominanz der USA, die zwischen 1998 und 2002 bei rund 41 Prozent aller Waffengeschäfte auf der Welt als Lieferanten auftraten. Inzwischen hat Russland kräftig aufgeholt und versucht, den USA diesen Platz streitig zu machen! Das sind Summen, um die es bei den größten Rüstungsexporteure in den Jahren 1998 - 2002 gegangen ist:

  • USA: 37,7 Mrd. Dollar

  • Russland: 20,7 Mrd. Dollar

  • Frankreich: 8,3 Mrd. Dollar

  • Deutschland: 5,0 Mrd. Dollar

  • Großbritannien: 4,8 Mrd. Dollar

  • Ukraine: 2,7 Mrd. Dollar

  • Italien: 1,8 Mrd. Dollar

  • China: 1,6 Mrd. Dollar

  • Niederlande: 1,5 Mrd. Dollar

  • Belorussland: 1,1 Mrd. Dollar

Nicht zu übersehen, dass das "friedliche" Deutschland einen soliden Platz einnimmt, der mit dem qualitativen Umbau der Bundeswehr und dem damit verbundenen Verkauf riesiger Mengen an Ausrüstung sicher noch verbessert wird.
18.06.2003