Friedenskreis-Aktion zu Verteidigungspolitischen Richtlinien
Der Friedenskreis Castrop-Rauxel war am 14.6. mit einem Infostand auf dem Lambertusplatz vertreten, obwohl "der Krieg doch schon lange vorbei ist", wie einige Passanten bemerkten. In der Tat, der Einmarsch im Irak konnte nicht verhindert werden. 7000 Zivilisten bezahlten das mit dem Tod. Jetzt, wo die unmittelbaren Kampfhandlungen im Irak vorüber sind, möchten die "kriegswilligen" und die "kriegsunwilligen" Regierungen zur Tagesordnung übergehen. Auch viele Bürger wenden sich wieder ihren eigenen Problemen zu und wollen mit dem Thema Krieg nichts mehr zu tun haben.

Aber Kriege ereignen sich nicht plötzlich, Kriege werden vorbereitet. Und daran beteiligt sich leider auch die Bundesregierung aktiv. Wer dagegen ist, dass Deutschland beginnt, nach amerikanischem Vorbild seine politischen und ökonomischen Interessen mit kriegerischen Mitteln durchzusetzen, muss jetzt anfangen, soviel Sand in in das Getriebe der laufenden Kriegsvorbereitungen zu streuen wie möglich. Deshalb haben sieben Mitglieder des Friedenskreises zwischen 11 und 1 Uhr ein Flugblatt über die neuen >Verteidigungspolitischen Richtlinien informiert, die den grundgesetzwidrigen Umbau der Bundeswehr zu einer weltweit operierenden Eingreif- und Kampftruppe zum Ziel hat.

Es gibt viele Gründe, dagegen zu sein. Natürlich haben wir im Flugblatt und mit einem Plakat auch darauf hingewiesen, dass dieser qualitative Umbau der Bundeswehr >eine Menge zusätzliches Geld kostet, während in sozialen Bereichen immer mehr eingespart werden soll. Und wir können nur einer älteren Passantin zustimmen, die vor dem Plakat stehen blieb und ausrief: "Das ist wahr, das ist wahr, das ist wahr!"
14.06.2003