G8 schwimmt oben auf, der Rest geht Baden!
Unter diesem Motto stürzten sich gestern in Genf circa 150 GlobalisierungskritikerInnen von Attac aus Deutschland und Frankreich in den Genfer See. Nur acht von ihnen blieben zunächst auf Plastik-Badeinseln treibend trocken. Mit Krawatten, Landesflaggen der G8 und Masken der Staatschefs konnten sie es sich gut gehen lassen. Alle anderen, die die Flaggen der restlichen Länder auf Ihren Badekappen aufgemalt hatten, mussten im 16 Grad kalten Wasser ums Überleben strampeln.

Mit dieser Aktion wurde vor dem G8-Gipfel schauspielerisch noch einmal die globale Problematik dargestellt: Acht Staaten geniessen das Leben im trockenen und entscheiden über das wirtschaftliche Schicksal der anderen.

Doch anders als in der Realität, konnte bei der Bade-Aktion die frierende Mehrheit bald die G8 stürzen und feierte ihren Sieg mit G huit - illegal!″ und Internationale Solidarität″-Rufen. George W. Bush versuchte sich mit einer Plastikweltkugel zu begnügen und erntete ein gellendes Pfeifkonzert. Natürlich wurde sie ihm wieder abgenommen - und auch sein Gesicht hat er verloren...
01.06.2003