Streubomben liegen überall herum

1.6.2003 Am 1.Juni 2003 informierte der Observer in England seine Leser über das Ausmaß der Gefahren, die von den Streubomben im Irak noch acht Wochen nach Kriegsende für die Beölkerung ausgehen. Eine von den Militärs erstellte Karte der gefährlichen Stellen weist nahezu alle Zentren des Irak, besonders aber Bagdad, als Gebiete mit hohem Risiko aus.
Der Observer schreibt: "Das erschreckende Ausmaß nicht explodierter Streubomben, die von amerikanischen und britischen Bombern abgeworfen wurden, wird erstmals enthüllt." Die Karte zeige, wo im Land Anti-Personen-Minen (Nachlaß des Diktators), Streubomben und Anti-Panzer-Minen liegen. Die Zeitung betont die großen Gefahren für die Bevölkerung und die im Irak tätigen Hilfskräfte: "Die Karte belegt, dass hunderte, wenn nicht tausende der Bomben, von denen jede hunderte Bomblets über ein großes Gebiet verstreut, offenbar nicht gezündet haben."

Die Zeitung kontrastiert diesen Zustand mit den Versprechungen von Blair und Bush, "dass der Irak nach dem Krieg sicherer sein werde als unter Saddam Hussein" und fordert, dass die alliierten Truppen die Beseitigung dieses tödlichen Erbes zur obersten Priorität ernennen. Gleichzeitig wird Richard Lloyd von der Kampagne gegen Landminen zitiert, der aus dem Irak berichtet: "Es bestätigt sich, dass die amerikanischen und britischen Streitkräfte bebaute Gebiete innerhalb von Städten mit Streubomben angegriffen haben... Es ist höchst fraglich, ob der Einsatz solcher Waffen in bebauten Gebieten nach internationalem Recht legal ist."
01.06.2003