US-Militärbase Ramstein als Startbahn

US-Regierung will den nächsten Krieg - gegen Iran
14.7.2019: Obwohl US-Präsident Donald Trump bei seinem Amtsantritt verkündet hatte, er werde die US-Kriege beenden und Truppen zurückziehen, gehen die militärischen Aktionen im Nahen Osten weiter. Afghanistan und der Irak sind nicht befriedet, in Syrien gehen die Kämpfe weiter - da ruft Donald Trump den Krieg gegen den Iran aus! Der Friedenskreis Casrop-Rauxel verteilte deshalb an einem Infostand am 13.7.2019 ein Flugblatt mit folgendem Inhalt:

Iran schon 2007 von USA bedroht

Bereits seit den 1950er Jahren ist die Gegend um den Persischen Golf von "vitalem Interesse" für die Sicherheit der USA. Gemeint und gewollt ist der militärisch abgesicherte Zugriff der USA auf die großen Ölvorräte der Region. Gegen Staaten, die sich US-amerikanischen Wünschen nicht fügen, wurden Bedrohungslügen erfunden, um militäri- sches Eingreifen vor der Welt zu rechtfertigen. 2003 waren es beim Irak die nie gefundenen "Massenvernichtungswaffen", 2007 und heute 2019 wurde und wird dem Iran der Bau von Atombomben vorgeworfen.

Iran zu Kompromissen bereit

Um die Bedrohung durch einen Krieg abzuwenden, hatte sich der Iran 2015 auf ein international, auch von Deutschland und der EU erarbeitetes Abkommen eingelassen, nach dem das Land die Urananreicherung nur zu 3,67 Prozent vornehmen darf. Nötig für den Bau einer Atombombe wären 90 Prozent. Laut der Internationalen Atomenergie Agentur in Wien hat sich der Iran penibel an die Vorgaben gehalten, den Vertrag also nachweislich nicht verletzt. Mit seinem Nachgeben hoffte der Iran, nun allerdings vergeblich, die schweren Sanktionen der USA loszuwerden.

Neuer Anlauf 2018

Im Mai 2018 kündigte US-Präsident Donald Trump einseitig und ohne Anlass diesen Vertrag und führte weitere Sanktionen gegen den Iran ein. Nach jahrelangen Entbehrungen, welche diese Sanktionen vor allem der Bevölkerung auferlegen, will sich der Iran nicht länger schikanieren lassen und hält sich nun seinerseits auch nicht mehr an die Beschränkungen des Atomabkommens: Die Anreicherung des Urans wollen die Iraner bis auf 20 Prozent hochschrauben.

Wie man einen Krieg herbeiführt

Gegenwärtig werden uns die einzelnen Eskalationselemente vorgeführt, wie man ein Kriegsgeschehen aufbaut. Trump sagt dazu laut Tagesschau: "Jeder Angriff des Iran auf "irgendetwas Amerikanisches" wird mit großer und überwältigender Stärke gekontert werden." Das könne in einigen Bereichen Auslöschung bedeuten.

Also wird der Iran jetzt provoziert mit Drohnen über seinem Hoheitsgebiet, mit Flottenaufmarsch im Golf von Hormus, mit Angriffen auf Öltanker anderer Nationen, für die ohne jeden Beweis der Iran verantwortlich gemacht wird, sowie mit der Beschlagnahme eines iranischen Tankers bei Gibraltar. Bei jeder einzelnen Maßnahme hofft man auf eine Reaktion Irans, die man als Angriff auf "etwas Amerikanisches" interpretieren kann, um dann loszuschlagen.

Im Hintergrund agieren die eigentlichen Kriegshetzer: Außenminister Mike Pompeo, Vizepräsident Mike Pence und vor allem Trumps Sicherheitsberater John Bolton. Sie wollen den Krieg und den Regime Change, denn Iran widersetzt sich bisher ihrer Neuordnung des Mittleren und Nahen Ostens.

Iran-Krieg: Verheerende Folgen

Falls das Stellen von Kriegsfallen Erfolg haben sollte, drohen der Region verheerende Folgen. John Bolton hat neulich in Israel ums Mitmachen geworben, Mike Pompeo hat versucht, beim USA-Kuweit-Dialog eine Allianz mit den arabischen Emiraten, sowie mit Ägypten und Jordanien gegen Iran festzumachen. Der Krieg wird an vielen Fronten stattfinden und alle Länder der Region werden beteiligt oder betroffen sein. Vor allem könnte Israel gegen seinen Erzfeind eingreifen, womöglich mit Atombomben. Im Gegensatz zum verdächtigten Iran hat Israel die Bombe ja tatsächlich.

Auch Europa und Deutschland wären betroffen, denn weitere Millionen an Flüchtlingen würden sich auf den Weg zu uns machen.

Ramstein macht es möglich

Nach internationalem Recht wäre ein Krieg gegen Iran ein verbotener Angriffskrieg und damit ein Kriegsverbrechen. Um diesen Krieg führen zu können, ist die Air Base in Ramstein für die USA unverzichtbar. Über sie erfolgen alle Befehle und Einsätze für den Luftkrieg gegen Iran. Auch die Drohneneinsätze starten hier. Auf der Base lagert die gesamte Munition für den Krieg. Die Fracht- und Truppentransporte gehen im Kriegsfall alle dreißig Sekunden in die Luft. Alle Kriege der USA im Nahen Osten starten von Ramstein aus.



Von deutschem Boden sollte nie wieder Krieg ausgehen, so steht es im Grundgesetz und im Vertrag zur deutschen Wiedervereinigung (Zwei-plus-Vier-Vertrag). Die Friedensbewegung in Deutschland fordert die Bundesregierung deshalb auf:

  • Sich intensiv gegen militärische Maßnahmen im Iran einzusetzen

  • und die Gestattungsverträge für die US-Basen wie Ramstein zu kündigen.
14.07.2019