20 Jahre Friedenskreis Castrop-Rauxel
Der Friedenskreis Castrop-Rauxel, der in diesem Jahr auf sein 20jähriges Bestehen und viele Aktivitäten in dieser Stadt zurückblicken kann, wird sich auch 2019 angesichts real wachsender Kriegsgefahren für die Beendigung bestehender Kriege, für die Aufdeckung geplanter Kriege und für die Sicherung des Friedens einsetzen.

Unser friedenspolitisches Engagement begann mit dem völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien im März 1999, an dem zum ersten Mal seit dem Ende des zweiten Weltkriegs deutsche Soldaten aktiv beteiligt waren. Seitdem hat der Friedenskreis alle darauf folgenden völkerrechtswidrigen Kriege analysiert und verurteilt, so 2001 den Krieg gegen Afghanistan, 2003 gegen Irak, 2011 gegen Libyen, 2011 gegen Syrien. Wir sind eingetreten gegen den Putsch in der Ukraine, gegen verschiedene Kriegsaktionen Israels und den Drohnenkrieg Obamas. Die Liste kann über die grundgesetzwidrigen Auslandseinsätze der Bundeswehr (Kongo, Mali, Jemen...) fortgesetzt werden. Wir luden Fachreferenten zu verschiedenen Themen (Iran, Palästina, Syrien, Uranmunition) ein und setzten uns gegen Streumunition, Phosphorbomben und Uranmunition ein. Jedes Jahr mahnten wir am Hiroshima-Tag, zeitweise mit Unterstützung unseres Bürgermeisters Johannes Beisenherz, sowie bei den Ostermärschen die Vernichtung der Atombomben an. Zudem waren und sind wir jeden Monat einmal mit aktuellen Informationen in der Fußgängerzone. Die größte Aktion war die Anti-Kriegs-Kundgebung 2003 am Beginn des Irak-Krieges, an der sich neben vielen Bürgern und Bürgerinnen auch einige Schulen beteiligten.

Das Ergebnis all dieser Kriege ist fortwährendes Chaos und Unregierbarkeit der überfallenen Staaten; mehrere Millionen Menschen kamen um`s Leben, 20 Millionen sind auf der Flucht.

Da die internationale Politik nicht auf Diplomatie zu setzen scheint, werden wir weiterarbeiten und uns 2019 unter vielem anderem zunächst beschäftigen mit:

  • dem INF-Vertrag und der drohenden Stationierung neuer atomarer Mittelstreckenraketen in Europa,

  • der steigenden Militarisierung Deutschlands und der Anhebung der Ausgaben für Aufrüstung und Militäreinsätze auf 2 Prozent des BIP,

  • der Beseitigung der atomaren US-Raketen auf dem Stützpunkt Büchel.


Wir setzen uns in der Russland-Politik Deutschlands mit Nachdruck ein für eine Rückkehr zu Kooperation statt Konfrontation.

Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beteiligt sich an dem neuen Aktionsbündnis für Frieden.
20.01.2019