Friedenscafé im Kur2l

Um Krieg und das Leiden so vieler Menschen nicht wieder vergessen zu lassen, organisierte das KiJuPa (Kinder - und Jugendparlament) am Donnerstag, den 15. Mai, ein Friedenscafé im Jugendzentrum Kur2l. Auch das Programm war äußerst kurzweilig: Kinder, Jugendliche und Erwachsene tanzten, schminkten, malten und schrieben für den Frieden. Ärger machte nur das schlechte Wetter. So musste das Peace-Zeichen aus Blumen drinnen gelegt werden. Auch die Friedens-Waffel-Bäckerei musste man im Trockenen aufbauen, und konnte draußen keine spontanen Besucher anziehen. Vor dem Eingang verkündete jedoch ein Transparent: " Krieg mich, ich bin der Frieden", und eine Gruppe machte sich in die Innenstadt auf, um kleine Blumensträuße mit Fridenszitaten und Waffeln an Passanten zu verkaufen. Unter dem Motto: "Nehmt den Frieden mit nach Hause!", denn dort fängt er an.
Die Einnahmen gingen direkt als Spenden an Hilfsorganisationen. Noch immer läuft die Aktion: "Schüler für den Frieden! Schüler ohne Grenzen!". Sie sammelt Spenden für Kinder im Irak (s. Bild).

Außerdem konnte man im Jugendzentrum Friedenstauben und Buttons drucken, sowie "ein paar Schritte für den Frieden gehen", indem der Besucher über blauen Stoff, dekoriert mit Tauben, auf einen "Friedensbaum" zuschreiten konnte. An seinen Zweigen hingen Zettel mit Friedenswünschen oder Zitaten. Nach Wunsch konnte man sich das Gesicht mit Friedenszeichen bemalen lassen. Auch alte Projekte waren ausgestellt. Es gab das "Friedens-Haus", das aus Kinderwünschen für den Frieden auf Erden bestand. Auf die Papp-Hauswände waren viele Zettel geklebt, auf denen zum Beispiel stand: "Ich möchte kein Kriek weil so viele Menschen sterben" oder "Ich möchte dass wir uns vertragen".

Für ein anderes Projekt sammelten Kinder und Jugendliche Ideen, wie man sich für Frieden einsetzen könnte. Einige Beispiele aus der Ideen-Lawine:

- Friedensveranstaltungen organisieren
- Protestbriefe schreiben
- Unterschriften sammeln
- Spenden sammeln
- Streitschlichter an Schulen werden oder einsetzen
- eine Patenschaft übernehmen
- Zivilcourage zeigen
- Kinder aus Kriegsgebieten holen oder
- Ärzte hinschicken
Zum Abschluß der Veranstaltung kam Paul Reding. Als Schriftsteller las er vier seiner Texte vor, als Künstler malte er "Autogramme" und als Mensch erzählte er aus seinem Leben. Zur Eröffnung stellt er die Frage: "Was ist Krieg?" "Wenn einer die Macht ergreifen will.", ist die Antwort eines Kindes. Paul Reding ergänzt und zählt Alltagssituationen auf, die bereits unfriedlich sind, er erinnert daran, dass Frieden erst beginnen kann, wenn jeder einzelne dazu bereit ist.