Wo Kalkar drauf steht, steckt Dritter Weltkrieg drin

Kriege starten hier - und hier sagen wir Stopp
7.10.2014: Rund 700 Menschen zogen am 3. Oktober in Kalkar vom Marktplatz vor die Tore der von-Seydlitz-Kaserne, um gegen das NATO-Luftwaffen-Führungszentrum zu protestieren. Von hier aus wollen NATO und Bundeswehr demnächst im Cyber-War über den Weltraum das Zusammenspiel von Kampfbombern, Kampfdrohnen, Heer- und Marineeinheiten steuern, die gegen den eurasischen Raum gerichtet sind. Hier werden im "Joint Air Power Competence Center" die Strategien der künftigen Kriegsführung entwickelt. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel sagte mit den anderen: " Die Vernunft muß siegen und die Vernunft ist auf der Straße. Die Vernunft verkörpern wir!″

Im "Joint Air Power Competence Center" wurde dagegen 2012 auf einer Konferenz die Kriegsführung im 21. Jahrhundert″ entworfen: eine Kriegsführung, die neue Technologien weltweit vernetzt anwenden will – mit Militärsatelliten (GPS), Hightech-Flugobjekten mit und ohne Piloten (Spionage- und Kampfdrohnen), Tötungsrobotern. In Kalkar wird das Führungszentrum für diesen Krieg weiter ausgebaut. Die Zahl der Soldaten soll um weitere 1000 Mann auf etwa 1600 erhöht werden.
Schon jetzt wird dieser Krieg geübt. Vom 12. bis 23. Mai 2014 fand die Übung JAWREX 2014 statt (Vereinte taktische Luftkriegsübung = Joint Air Warfare Tactical Exercise), deren Ausmaß deutlich größer war als in früheren Jahren. Über 4000 Soldaten und Offiziere mit 100 Flugzeugen nahmen teil und wurden von 800 Expoerten in Kalkar kommandiert. Schon jetzt haben solche Maneuver zwei Todesopfer gefortdert: über dem Sauerland sind am 23. Juni 2014 zwei Piloten abgestürzt, ohne dass die Öffentlichkeit davon informiert wurde. Nun werden diese Maneuver auf den baltischen Raum ausgeweitet. Damit fliegen Eurofighter und AWACS-Flugzeuge ganz nah an die russische Grenze.
In 6 Wochen wird das "Joint Air Power Competence Center" eine weitere Konferenz durchführen, auf der es wiederum um die Aufrechterhaltung der weltweiten Luftüberlegenheit mit Hilfe von Drohnen und Satelliten geht. Zeitgleich mit der Demonstration in Kalkar beeiligte sich die Friedensbewegung in Deutschland deshalb an dem weltweiten Aktionstag gegen Drohnen: "Drachen gegen Drohnen". Unsere gemeinsamen Forderungen waren

  • Die Schließung des NATO-Luftwaffen-Führungszentrums in Kalkar

  • Ein Konversionsprogramm für den Standort

  • Keine Anschaffung und kein Einsatz von Kampfdrohnen

  • Abschaffung von Atomwaffen statt deren Modernisierung

  • Abrüstung statt neuer NATO-Kriege






Die Reden schriftlich im Wortlaut

VVN-Broschüre: Mordbefehl vom Niederrhein? Kriegsführung des 21. Jahrhunderts – von Kalkar aus gesteuert
07.10.2014