Hintergründe für einen Regimewechsel durch NATO-Bomben

Der Krieg in Libyen - eine strategische Kriegserklärung gegen Afrika
29.7.2011: Nach Regierungsangaben aus Libyen wurden bei den NATO-Angriffen, die vorgeblich dem Schutz der Zivilbevölkerung dienen sollen, bislang mehr als 1000 Personen getötet und über 4000 verletzt. Diese Zahl erscheint nicht unwahrscheinlich: seit Ende März führte die NATO nach eigenen Angaben fast 16700 Lufteinsätze durch und macht zunehmend zivile Einrichtungen zu "zulässigen und notwendigen militärischen Zielen", um dort Regierungstruppen zu treffen. Diese Kriegshandlungen sind durch die UNO-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone schon lange nicht mehr gedeckt.

Wie bei anderen Kriegsschauplätzen der letzten Jahre fehlen auch in Libyen nicht die Ölbohrtürme, die die Begehrlichkeiten der Angreifer verrraten. Libyen verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven in Afrika. Warum aber muß wieder Blut für Öl fliessen, nachdem ausländische Unternehmen doch bereits schon wieder Zugang zum libyschen Ölsektor erhalten hatten? Über die Hintergründe dieser Invasion informiert Joachim Guilliard in zwei sehr informativen Artikeln der "Jungen Welt" :

>>> Kein "arabischer Frühling" Über den Charakter der Revolte und die Opposition im Land

>>> Kolonialkrieg gegen Afrika Kampf um die Reichtümer des Landes und die Dominanz über den gesamten Kontinent
29.07.2011