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3.8.2006: Je nach eigenem Interesse schliesst Anvil Verträge mit einem Rebellenführer, um Zugriff auf Konzessionen zu erhalten oder unterstützt den Kampf gegen Rebellen, wenn die eigenen Minen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.

Kurz vor dem Sturz Mobutos schliesst das australische Unternehmen Anvil Mining Veträge mit der damaligen Rebellenbewegung ADFL Laurent Kabilas ab. Von dessen Unterstützung verspricht sich das Unternehmen enorme Profitmöglichkeiten aus unerschlossenen Minen. Nach Angaben des Lutundula-Berichtes wurde Anvil in den Verträgen für bis zu 30 Jahren von Abgaben befreit.

2002 hat sich Anvil außerdem die Schürfrechte in in der Dikulushi Region, einem der ergiebigsten Schürfgebiete mit extrem hohen Kupfer- und Silbergehalt gesichert . Im August 2002 wurde mit dem Abbau begonnen, was dem Aktienkurs eine Steigerung von über 250% bescherte. Nach Angaben von Corpwatch hat Anvil im Oktober 2004 auf Ersuchen der kongolesischen Regierung der regulären Armee firmeneigene Fahrzeuge und gemietete Lufttransporter für einen Einsatz in der Nähe ihrer Miene Dikulushi zur Verfügung gestellt. Bei diesem Einsatz gegen Rebellen wurden über 100 Personen umgebracht: Rebellen, die sich nach Untersuchungen der UNO widerstandslos ergeben hatten und viele Zivilpersonen.

Im Mai 2006 ist Anvil wiederum in Auseinandersetzungen verstrickt. Nachdem das Unternehmen seine Rechte gegen eine Gruppe von Individualschürfern durchsetzen wollte und sie vom Minengelände vertrieben hatte, brachen Unruhen aus, in deren Verlauf eine Bergarbeiterunterkunft der Anvil Mining in Brand gesteckt wurde. Zwei Arbeiter kamen dabei um.

01.01.2007