Grundgesetzwidriges:

Die Götzen der EU-Verfassung

14.4.2004 Wir haben an dieser Stelle schon mehrfach unsere Gegnerschaft zum EU-Verfassungsentwurf begründet. Dabei sind wir vor allem auf die militärpolitischen Inhalte eingegangen. Aber natürlich gibt es noch weitergehende Kritikpunkte. Wir meinen nicht die Kritik der CDU/CSU, die gerne christlichen Gottesglauben als Verfassungsgebot verankert sehen möchten. Ulrich Duchrow beweist in seinem lesenswerten Beitrag, dass es dem Entwurf nicht an einem "Verfassungsgott", wohl aber durch und durch an christlicher Gesinnung mangelt, was auch durch die peinliche Beschwörung abendländischer Werte nicht bemäntelt werden kann.

Und Duchrow kann durchaus als Fachmann für Gottesfragen gelten. Ale Professor für systematische Theologie an der Universität Heidelberg beschränkt er sich nicht auf biblische Texte, sondern hat sich intensiv mit der EU-Verfassung auseinandergesetzt. Er zeigt uns Punkt für Punkt, dass sie immer dann, wenn es konkret wird, die hehren Grundsätze verrät und den Charakter eines Konzernstatuts annimmt, das, gemessen an unserem (noch) gültigen Grundgesetz, geradezu grundgesetzwidrig ist. Eines seiner Ergebnisse: Die EU-Verfassung "opfert die Menschen dem Götzen der offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb, deren zentrales Ziel die Vermehrung des Eigentums der Kapitaleigner ist." Aber lesen Sie selbst:

14.04.2004