Syrien Weltkriegsgefahr: Brandherd Syrien

Sieben Jahre dauert mittlerweile der brutale Krieg in Syrien, mit dem die USA, die Türkei und die Golfstaaten einen Regierungswechsel erzwingen wollen. Seit dem 10. Januar 2018 ist zu den vielen umkämpften Gebieten ein weiteres dazugekommen. Die Türkei unter Machthaber Recep Tayyib Erdogan ist in die autonomen Kurdengebiete im äußersten Nordwesten Syriens einmarschiert. Mit dabei Mercedes-Transporter, deutsche Leopard-2A-Panzer und türkische Soldaten mit Maschinengewehren von Heckler und Koch aus Baden-Württemberg. Deutschland und seine Rüstungsindustrie verdienen an jedem Krieg. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel informierte am 17.2.2018 in der Fußgängerzone mit einem Flugblatt über die aktuelle Eskalation in Syrien. mehr 19.02.2018

Friedensbewegung Friedenspolitischen Forderungen 2018

Obwohl die Welt immer unsicherer wird, stehen friedenspolitische Themen nicht im Vordergrund der politischen Debatten, z.B. bei den Verhandlungen über eine Große Koalition. Wir veröffentlichen ein Papier aus der Friedensbewegung, welches die eskalierende Situation zusammenfasst und Vorschläge für die dringendsten Schritte auf dem Weg zu einer Bewahrung des Friedens macht. mehr 15.02.2018

Friedensbewegung EIN MEER DES FRIEDENS

Organisationen und Bewegungen aus den Anrainerstaaten der Ostsee sind äußerst besorgt über die sich verschärfende Krise zwischen den USA, der EU und Russland und über die rasch voranschreitende Militarisierung des Ostseeraums. Die Nato grenzt jetzt auf sehr provokative Weise an Russland. Umfangreiche Militärübungen verursachen gefährliche Spannungen und prägen das Bewusstsein der Menschen. Harte Beschuldigungen, Waffenaufrüstung und die Schaffung starker Feindbilder in der Bevölkerung führen uns zurück in die Zeit des Kalten Krieges. Um des Planeten und des gesunden Menschenverstandes willen rufen sie dazu auf, die Ostsee in ein Meer des Friedens zu verwandeln - Frieden zwischen den Menschen und Schutz der Umwelt. Wir dokumentieren den Aufruf: mehr 06.02.2018

Friedensbewegung Keine Waffen an die Türkei!

Die Türkei gehört zu den großen Empfängern deutscher Waffen und Rüstungsgüter. Geliefert wurden neben leichten Waffen, Munition und Kriegsschiffen vor allem Panzer. Dabei wurden für 356 ausgemusterte Leopard-2A4-Panzer frühere Auflagen für den Einsatz gelockert. Nun rollen sie trotz vorgeblicher Rüstungsexportkontrolle in Deutschland im Krieg gegen die kurdische Bevölkerung im Südosten der Türkei und beim völkerrechtswidrigen Einfall der türkischen Streitkräfte in Afrin, einem überwiegend von kurdischer Bevölkerung bewohnten Teil Syriens. Solche Entwicklungen können nur durch einen vollständigen Stopp von Rüstungsexporten verhindert werden. Vorübergehendes und nur teilweises Einfrieren von weiteren Genehmigungen für Rüstungsexporte wie im Jahr 2017 dienen eher als Druckmittel für die Verhandlungen mit der türkischen Regierung als zur Verhinderung von Men-schenrechtsverletzungen. Notwendig ist ein sofortiger Exportstopp für alle Rüstungsgüter an die Türkei. Deshalb haben bisher über 180.000 Personen bereits den Aufruf "Keine Waffen an die Türkei" von Campact unterzeichnet. Zusätzlich muss die Umgehung von Rüstungsexportkontrollen durch Beteiligung deutscher Rüstungsfirmen an Rüstungsunternehmen in der Türkei und anderen Staaten beendet werden. mehr 02.02.2018

Aktionen 2017 Abrüsten statt Aufrüsten

Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung (BIP). So wurde es in der NATO vereinbart. Seit November fordert ein Bündnis aus Vertretern der Friedens- und Umweltbewegung, Gewerkschaftsvorsitzenden, Künstlern und Wissenschaftlern: "Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben. Abrüsten ist das Gebot der Stunde". Zu den Haushaltsberatungen im Herbst 2018 sollen der Regierung und den Abgeordneten des Deutschen Bundestages möglichst viele Unterschriften übergeben werden. Am 19.1.2018 sammelte der Friedenskreis Castrop-Rauxel mit einem Infostand 68 Unterschriften unter den Aufruf, wobei sich vor allem Frauen gegen eine Beschneidung der Sozialausgaben zugunsten des Militärhaushaltes aussprachen. Wir werden die Aktion fortsetzen. mehr 24.01.2018

USA Der heimliche Krieg der US-Spezialeinheiten

Während der US-Einsatz von Drohnen zur extralegalen gezielten Tötung einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat, spielen sich die Aktivitäten von US-Spezialeinheiten überwiegend im Verborgenen ab. Sie finden den Weg in die Medien meist nur in Zusammenhang mit der Ausbildung "einheimischer Kräfte". Andere Maßnahmen wie gezielte Tötungen, Spionage und Sabotage werden unerwähnt und außerhalb demokratischer Kontrolle durchgeführt. Dabei setzte das amerikanische Militär in den vergangenen 15 Jahren wieder verstärkt auf diese 70.000 Mann starke Sondertruppe unter dem Kommando des "Special Operations Command" (SOCOM). 2017 war sie in 149 Ländern aktiv. mehr 31.12.2017

ABC-Waffen / geächtete Waffen Deutschland muss endlich Atomwaffenverbot unterzeichnen

Heute wird der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) verliehen. Sascha Hach aus dem Vorstand von ICAN Deutschland: "Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung diesen wegweisenden UN-Vertrag boykottiert und sich an die fatale Nuklearallianz mit den USA klammert. Sie muss sich – auch im Sicherheitsinteresse Deutschlands – endlich von der Abschreckung und der gefährlichen Eskalationspolitik Trumps lösen und die Atomwaffen aus Deutschland abziehen. Nur so kann sie glaubwürdig und wirksam für Abrüstung und Deeskalation eintreten." mehr 10.12.2017

Iran Warnung vor einem Krieg mit dem Iran

Wir veröffentlichen eine Erklärung von 31 Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats von attac Deutschland, in der sie anlässlich der Iran-Strategie der USA vom 13.10.2017 vor einem drohenden Krieg gegen den Iran warnen und die EU auffordern, eine aus den eigenen langfristigen Interessen abgeleitete und an einer friedlichen Kooperation mit allen Staaten des Nahen und Mittleren Ostens angelehnte Politik zu entwickeln und sie auch offensiv durchsetzen. mehr 22.11.2017

Aktionen 2017 Bundeswehr bald fit für den Häuserkampf auch in Deutschland?

In mehr als 30 Städten traten Initiativen aus der Friedensbewegung am 18.11.2017 mit dem Aufruf "abrüten statt aufrüsten" an die Öffentlichkeit. Auf Demonstration in Frankfurt, Nürnberg und Tübingen, mit einer Menschenkette von der US- zur nordkoreanischen Botschaft in Berlin und mit weiteren Aktivitäten forderten sie: Kriege beenden - Abrüstung für globale Gerechtigkeit - Entspannungspolitik jetzt - Atomwaffen abschaffen. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel beteiligte sich mit einem Infostand. Er sammelte Unterschriften unter den Aufruf und informierte über die Aufrüstung der Bundeswehr, die in der neuen Geisterstadt "Schnöggersburg" den Kampfeinsatz in städtischer Umgebung üben soll, um den letzten Schliff zu erhalten für den Einsatz im Ausland - oder auch im Inland? mehr 21.11.2017

Jemen Deutschland liefert Waffen für den Luftkrieg in Jemen

Seit März 2015 greift das saudi-arabisch geführte Militärbündnis mit Luftangriffen in den jemenitischen Bürgerkrieg ein. Die Opferzahlen sind enorm hoch. Über 10.000 tote Zivilisten soll es nach Medienberichten gegeben haben. Trotzdem gehörten die kriegführenden Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien noch im ersten Rüstungsexportbericht von 2017 (Januar bis April) zu den 10 Hauptempfängerländern deutscher Militärgüter. mehr 14.11.2017

Rüstung Aufruf: Abrüsten statt Aufrüsten

Am 6.11.2017 wurde ein außergewöhnlicher, der Not gehorchender Aufruf veröffentlicht: vier Gewerkschaftsvorsitzende neben einem Nobelpreisträger, führende Vertreterinnen und Vertreter der Friedens- und Umweltbewegung neben bekannten Künstlerinnen und Künstlern, kritische Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sowie Engagierte aus den Bewegungen für Nachhaltigkeit und eine gerechte Welt wenden sich an die Öffentlichkeit mit dem Appell "Abrüsten statt Aufrüsten". Die Unterzeichnenden fordern von der (neuen) Bundesregierung: Keine Erhöhung der Rüstungsausgaben. Abrüsten ist das Gebot der Stunde. mehr 06.11.2017

Deutschland Friedenspolitische Forderungen an die neue Bundesregierung

Die letzte Koalitionsregierung sprach gerne von der gestiegenen Verantwortung Deutschlands für Frieden und Sicherheit in der Welt. Darunter wurde aber nicht die Aufgabe verstanden, internationale Konflikte diplomatisch vermittelnd gewaltfrei beizulegen. In den Vordergrund trat immer mehr die militärische Variante, die sich mit humanitären Begründungen tarnte, während es um wirtschaftliche und machtpolitische Interessen ging. Das Ergebnis ist hochgefährliche Kriegsbereitschaft. In dieser Situation verteilte der Friedenskreis am 28.10.2017 ein Flugblatt mit folgenden Forderungen, welche die neue Regierung eindringlich aufforderten, sich wieder einer deeskalierenden Politik zuzuwenden. mehr 29.10.2017

Aktionen 2017 Nach Kalkar und "Schnöggersburg" gegen Kriegsvorbereitung und Kriegsführung

Mehrere hundert Menschen protestierten am 3. Oktober in Kalkar und Sachsen vor militärischen Einrichtungen gegen die Kriegsvorbereitungen und die aktuelle Kriegsführung der Bundeswehr und der NATO. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel war in Kalkar, einem der wichtigsten Zentren der Kriegsführung mit mehreren bedeutenden Militäreinrichtungen der Bundeswehr und der NATO. mehr 05.10.2017

Aktionen 2017 Kriege stoppen

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939 begann der zweite Weltkrieg, der für Millionen Menschen Tod, Verwundung, Vertreibung, Hunger brachte. In den Jahren zuvor wurde massiv aufgerüstet. Gleichzeitig wurden Feindbilder geschaffen, die den Einsatz der militärischen Mittel rechtfertigen sollten. Das Ende war die Zerstörung der überfallenen Staaten und des eigenen Landes. Im Gedenken an die Opfer findet seit 1957 am 1.9. der Antikriegstag statt. Der Bundeskongress des DGB 1966 bekräftigte "...alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als eines Tages des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird." Bei einem Infostand zum Antikriegstag am 9.9.2017 stellte der Friedenskreis Castrop-Rauxel die Frage: Was bedeutet heute ein "Bekenntnis für den Frieden und gegen den Krieg"? Der DGB Frankfurt sagt im Aufruf zum Antikriegstag 2017: "Kriege, Hunger, Armut und Umweltzerstörung mit ihren schrecklichen Folgen werden von Menschen gemacht. Sie müssen von Menschen auch wieder beendet werden." mehr 11.09.2017

ABC-Waffen / geächtete Waffen UNO - Vollversammlung ächtet die Atombombe

Am 6. Und 9. August fanden weltweit Gedenkveranstaltungen statt für die Opfer der ersten beiden Atombomben in Hiroshima und Nagasaki, die unvorstellbares Leid über diese beiden Städte brachten. Inzwischen haben in Deutschland 72 Jahre, Jahrzehnte unverantwortlicher Rechtfertigung atomarer Hochrüstung, zu einer Gewöhnung an diese Waffen geführt und viele Menschen negieren die Gefahr, die von den Atomwaffen ausgeht. Deshalb ist es möglich, dass hier nur schwacher Protest gegen die neue atomare Rüstungsspirale und den erneuten Aufbau atomarer Drohkulissen laut wird. Dagegen hat die Mehrzahl der Nicht-Atomwaffenstaaten inzwischen bei den Vereinten Nationen einen Durchbruch zur Ächtung dieser dem humanen Völkerrecht widersprechenden Massenvernichtungswaffe durchgesetzt. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel nahm den Gedenktag zum Anlass, um am 14.8.2017 mit einem Flugblatt darüber zu informieren. mehr 14.08.2017

Militarisierung Das G20 – Gipfeltreffen 2017 in Hamburg

Der Friedenskreis Castrop-Rauxel hat immer wieder auf die zunehmende Militarisierung in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen hingewiesen. Die Ereignisse um den G20-Gipfel in Hamburg und die Art der medialen Vermittlung sind ein weiteres Beispiel für die zunehmende Entdemokratisierung, die damit verbunden ist. Wir übernehmen eine Stellungnahme des IMI: mehr 14.07.2017

Aktionen 2017 Stoppt den Drohnenkrieg!

Die "Kooperation für den Frieden", ein Dachverband aus mehr als 50 friedenspolitischen Gruppen, protestierte am 19.6.2017 gegen die Anschaffung von waffenfähigen Drohnen für die Bundeswehr und forderte eine völkerrechtlich verbindliche Ächtung dieser Waffensysteme. Diese Erklärung wurde von den meisten Mainstream-Medien unterschlagen. Der Friedenskreis Castrop-Rauxel lieferte deshalb am 8.7.2017 mit einem Flugblatt Hintergrundinformationen? mehr 11.07.2017

ABC-Waffen / geächtete Waffen Atomwaffenächtung gegen Modernisierung

Die Atomkriegsuhr der Zeitschrift "Bulletin of the Atomic Scientists (Berichtsblatt der Atomwissenschaftler)" steht auf zweieinhalb Minuten vor zwölf. Das soll der Öffentlichkeit symbolisch verdeutlichen, wie groß das derzeitige Risiko eines Atomkrieges eingeschätzt wird. Angesichts der bedrohlichen Situation verhandeln vom 15. Juni bis zum 7. Juli 2017 mehr als 130 Mitgliedstaaten der UN in New York über ein Atomwaffenverbot im Völkerrecht. In der Öffentlichkeit it kaum etwas davon bekannt. Nur wenige Zeitungen haben darüber berichtet. mehr 04.07.2017

Aktionen 2017 Braucht Deutschland die NATO als Verteidigungsbündnis?

Am 13.6.2017 veranstaltete der Friedenskreis Castrop-Rauxel in Verbindung mit der Ratsfraktion der LINKEN einen Informationsabend. Inge Höger referierte zu dem Thema: "Braucht Deutschland die NATO als Verteidigungsbündnis?". IEtwa 30 Personen folgten zunächst den Ausführungen, die hier auch nachgelesen werden können. Dass in der anschließenden Diskussion die Themen sehr schnell ausgeweitet wurden, hat sicher auch damit zu tun, dass Militärpolitik nicht ohne die Ziele und Interessen gedacht werden kann, denen sie zur Durchsetzung verhelfen soll. mehr 15.06.2017

Aktionen 2017 Bochum: Kein Werben fürs Sterben

Zusammen mit dem Bochumer Friedensplenum, terre des hommes, der GEW und weiteren Aktiven hat der Friedenskreis Castrop-Rauxel am 5.5.2017 bei der Berufsinformationsmesse in der Jahrhunderthalle Bochum gegen Bundeswehr-Werbung unter Jugendlichen ab 14 Jahren protestiert. Obwohl der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes Jahr 2014 die Bundesrepublik aufgefordert hat, auf die Rekrutierung von Minderjährigen und Werbeaktivitäten der Bundeswehr bei unter 18-Jährigen zu verzichten, bietet die Stadt Bochum der Bundeswehr auf der Bochumer Berufsbildungsmesse und in den Job-Centern die Möglichkeit, bereits unter 14jährigen für einen Beruf zu werben, der einschließt, Menschen zu töten oder selbst getötet zu werden. mehr 07.05.2017